

Viggo Mortensen ist ein Schauspieler dänisch-norwegischer Abstammung, der seine Karriere Mitte der 1980er Jahre mit einer Rolle in dem Kriminaldrama „Witness“ mit Harrison Ford begann. Nach Rollen in Fortsetzungen wie „Young Guns II“ und „Texas Chainsaw Massacre III“ feierte er in der ersten Hälfte der 1990er Jahre zunehmend Erfolge – unter anderem in Brian De Palmas „Carlito’s Life“ und „Indian Runner“ unter der Regie von Sean Penn. Wir haben für Sie die fünf besten Darbietungen aus Mortensens Werk ausgewählt. Die Crème de la Crème seiner schauspielerischen Leistungen wird in Form dieser Rangliste präsentiert.
Mortensens neuester Film, der Sci-Fi-Thriller „Crimes of the Future“, kommt am Freitag, den 22. Juli, in die polnischen Kinos. Unsere Kritik können Sie unter dem angegebenen Link lesen.
Die Herr der Ringe-Reihe (2001-2003)
Es hätte nicht anders sein können – Viggo Mortensens Darstellung des Aragorn in Peter Jacksons„Herr der Ringe„-Trilogie ist für die meisten immer noch ein Lebenswerk. Der Star tritt in den Filmen, die auf Tolkiens Prosa basieren, als Vertrauter des Zauberers Gandalf und als Krieger auf, der auf einer Mission ist, den dunklen Sauron zu besiegen. Er ist einer der Wächter des Nordens, und in seinen Adern fließt das Blut der Elben und Mayas. Die Rolle des Aragorn ist aus vielen Gründen ein Erfolg – nicht zuletzt wegen seiner starken dramatischen Darstellung (Mortensen begann seine Karriere als Theaterschauspieler). Zur Vorbereitung auf Jacksons Darstellung unterzog sich der Star einem harten Körpertraining, trainierte den Schwertkampf und lernte auch das Reiten. Während der Arbeit am Set verletzte er sich bei der Ausführung von Stunts. Das Wagnis hat sich jedoch gelohnt, denn als Aragorn Mortensen hat er dem Kino seinen Stempel aufgedrückt.
„Green Book“ (2018)
Eine bewegende Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Mortensen spielt Tony Linden – einen Bodyguard und Geschichtenerzähler, der zum persönlichen Fahrer des schwarzen, exzentrischen Pianisten Don Shirley(Mahershala Ali) wird.
Für seine Hauptrolle wurde Mortensen für einen Oscar, einen BAFTA, einen Screen Actors Guild Award, eine AACTA-Statuette und einen Golden Globe nominiert. Der Film selbst gewann den Academy Award in drei Kategorien – darunter die wichtigste, nämlich als bestes Werk des Jahres. In „Green Book“ erleben wir, wie Tony – ein ziemlich beschränkter, anfangs rassistischer Einfaltspinsel – sein Denken und seine Einstellung zu den Menschen ändert. Mortensen ist für seine starken dramatischen Rollen bekannt, doch hier beeindruckt er vor allem durch seinen komödiantischen Einschlag.
„Es ist noch Zeit“ (2020)
„There Is Still Time“ ist ein einzigartiger Eintrag in Viggo Mortensens Oeuvre – denn er ist der Regisseur und Autor dieses Titels und spielt hier auch die Hauptrolle. Es war das Regiedebüt des Schauspielers, das in Polen unter anderem auf dem Camerimage-Festival präsentiert wurde.
Mortensen tritt hier als John Petersen auf – ein Mann mittleren Alters und Ex-Militär, der gezwungen ist, sich um seinen homophoben Vater zu kümmern, als dieser Anzeichen von Demenz zu zeigen beginnt. John ist schwul und lebt mit seinem Partner asiatischer Abstammung zusammen. Für seinen kränkelnden Vater wird es zu einer Prüfung der Toleranz.
„There’s Still Time“ ist ein raues Familiendrama voller hitziger Emotionen, bei dem die schauspielerischen Leistungen von Lance Henriksen und Viggo Mortensen besonders hervorzuheben sind. Mortensen beeindruckt vor allem in einer der Schlussszenen – einem verbalen Duell zwischen einem verbitterten alten Mann und seinem ewig deprimierten Sohn, der beschließt, seinem Vater endlich die Leviten zu lesen. Und dieser Groll hat sich im Laufe der Jahre aufgestaut.
„Eine Geschichte der Gewalt“ (2005)
Einer von mehreren Filmen, die in Zusammenarbeit mit David Cronenberg entstanden sind. Der düstere Krimi erzählt die Geschichte von Tom Stall – einem Mann, der ein Diebespaar tötet, das einen Überfall auf seine Kneipe plant. Im Laufe des Films erfahren wir mehr über Toms enge Beziehung zu der titelgebenden Gewalt. Vor einigen Jahren gab Mortensen selbst in einem Interview mit The Hollywood Reporter zu, dass er stolz auf diese Produktion war. Damals sagte er: „Es ist einer der besten, vielleicht sogar der beste Film, in dem ich mitgespielt habe. Theoretisch gibt es so etwas wie einen perfekten Film nicht. Aber die Art und Weise, wie das Drehbuch geschrieben wurde, die Art und Weise, wie ‚A History of Violence‘ gedreht wurde… Es ist der perfekte Film Noir, ein nahezu perfektes Projekt.“
Ein weiteres gemeinsames Projekt von Cronenberg und Mortensen, der Film „Crimes of the Future“, kommt am Freitag in die Kinos. Mit von der Partie sind auch Kristen Stewart, Scott Speedman und Léa Seydoux.
„Hidalgo – Ein Ozean aus Feuer“ (2004).
Ein Film über Frank Hopkins, einen Cowboy und professionellen Reiter aus Wyoming, der sich auch für den Schutz der Mustangs einsetzt. Der von Mortensen gespielte Charakter nimmt mit seinem Reittier an einem Rennen durch die Wüsten des Irak, Syriens und Saudi-Arabiens teil. Die ewige Hitze und die wilden Elemente sind vielleicht noch das geringste Problem für Frank und Hidalgo – im Kampf um den hohen Preis gibt es Gegner, die alles tun, um das Geld zu ergattern.
Nicht alle Ereignisse, die in „Ocean of Fire“ geschildert werden, entsprechen hundertprozentig der Realität, aber es handelt sich dennoch um ein starkes, biografisches Stück Kino in einer wunderschönen Landschaft. Mehrere American Paint Horse-Pferde „arbeiteten“ am Set. Mortensen war von ihrer äußeren Schönheit und ihrer Charakterstärke so begeistert, dass er eines davon bei sich aufnahm und ihm ein Zuhause auf seinem Gestüt gab. Die Leistung des Schauspielers wurde für einen Golden Buzzard Award nominiert.
Ehrenvolle Erwähnungen: „Eastern Promises“ (2007), „The Road“ (2009)