

Tom Cruise begann seine Karriere in den frühen 1980er Jahren und spielte in Filmen wie „Cadet School“, „All the Right Moves“ und „Risky Business“ mit. Der Durchbruch gelang ihm schnell mit dem mittlerweile kultigen Film „Top Gun“, der kürzlich eine Fortsetzung erhielt. Cruise ist als Hollywoods Hauptdarsteller bekannt, obwohl er es nie in den Olymp der Schauspieler geschafft hat und seine dramatischen Fähigkeiten nie mit denen von Al Pacino oder Anthony Hopkins verglichen wurden. Wir haben jedoch die fünf besten Rollen aus dem Katalog des berühmten Stars ausgewählt. In diesem Ranking präsentieren wir Ihnen die Crème de la Crème seiner schauspielerischen Leistungen.
„Interview mit dem Vampir“ (1994)
Gothic-Horrorfilm nach dem Buch von Anne Rice. Tom Cruise und Brad Pitt spielen hier vampirische Außenseiter, die das grausame Schicksal an ihre Seite gestellt hat. Louis und Lestat nehmen sogar ein Waisenmädchen auf, das sozusagen ihre dämonische Tochter wird. Darin liegt eine Metapher für die eingeschlechtliche Beziehung, und im Film selbst wird das Trinken von Blut manchmal als Allegorie für die AIDS-Epidemie dargestellt.
Ursprünglich sollte die Rolle des Lestat von Julian Sands gespielt werden, aber die Produzenten entschieden, dass er nicht bekannt genug sei. Die Rolle wurde von Tom Cruise übernommen, der für seine Arbeit am Set eine Rekordgage von 10 Millionen Dollar erhielt. Rice selbst war über diese Entscheidung zunächst enttäuscht, doch Jahre später gab die Autorin zu, dass Cruise ein Volltreffer gewesen sei.
„Eyes Wide Shut“ (1999)
Ein erotischer Thriller mit der gleichen dekadenten Atmosphäre wie „Interview mit dem Vampir“. Es ist der letzte Film in der Karriere von Stanley Kubrick, der kurz vor seiner Veröffentlichung im März 1999 verstarb. Er war ein Kassenschlager und erwies sich als der größte Blockbuster des Regisseurs.
Cruise spielt hier einen wohlhabenden New Yorker, der sich um die Großstadtelite dreht. Der Mann entdeckt verstörende Sehnsüchte und Obsessionen in sich selbst, und der Film selbst handelt vom quälenden Geschmack des Verrats und des Liebesburnouts. Dies war der sechste Film mit Cruise in der Hauptrolle, der an der Spitze der US-Kinokassencharts landete. Der Schauspieler wurde für seine Leistung für einen Blockbuster Entertainment Award nominiert (Nicole Kidman, die ihn auf der Leinwand begleitete, gewann den Preis).
„Jerry Maguire“ (1996)
Tom Cruise in der Titelrolle, die von vielen Zuschauern und Kritikern immer noch als seine beste angesehen wird. Hier spielt der Star einen Sportagenten, der alles verliert, was er hatte, und beschließt, sich einer großen Veränderung zu unterziehen. Der Film brachte Cruise seine zweite Oscar-Nominierung ein – allerdings verlor er das Duell um die prestigeträchtige Statuette gegen Geoffrey Rush, der für „Glare“ geehrt wurde.
Der Film, in dem neben Tom Cruise auch Renée Zellweger, Cuba Gooding Jr. und Jerry O’Connell auftraten, war einer der umsatzstärksten Filme des Jahres 1996.
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„Magnolia“ (1999)
Paul Thomas Andersons Drama, in dem Figuren nach Glück, Vergebung und dem Sinn des Lebens suchen. Tom Cruise tritt hier als Frank T.J. Mackey auf, ein Motivationsredner, der einen Pick-up-Kurs für Männer leitet. Der Star war ein Fan von Andersons Arbeit und bekam die Rolle aufgrund seiner Leistung in Kubricks ‚Eyes…‘. Er erklärte, dass er nach seiner Leistung in diesem Film problemlos den „entfremdeten Kerl mit einem übergroßen Ego“ spielen könne. Es war Cruises Leistung, die als der Höhepunkt von „Magnolia“ angesehen wurde – Sie wurde u. a. von Entertainment Weekly und der Los Angeles Times gelobt, wo es hieß, die Rolle trage die Züge einer Parodie, in der sich Cruise über seine eigene Berühmtheit lustig mache (der fiktive Frank Mackey ist eine Fernsehikone).
„Geboren am vierten Juli“ (1989)
Tom Cruise in seiner ersten „ernsten“ Rolle – hier spielt er den Vietnamkriegsveteranen und Kriegsgegner Ron Kovic, einen Mann, der von der Hüfte abwärts gelähmt ist. Oliver Stone mochte Cruise nach seiner Rolle in dem Kassenschlager „Top Gun“ nicht, entschied sich aber, den Schauspieler zu besetzen, um diesen Gefühlen zu trotzen. In einem Interview mit der Los Angeles Times sagte er: „Er war für mich das Kind, das alles hat. Ich begann mich zu fragen, was passiert wäre, wenn er selbst von einer Tragödie heimgesucht worden wäre. Wenn das Glück ihn verlassen hätte. Was wäre mit Tom Cruise passiert, wenn etwas schief gegangen wäre?“
Der Schauspieler setzte sich im Rennen um die Rolle des Kovic u. a. gegen Sean Penn, Nicolas Cage und Charlie Sheen durch.
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Ehrenvolle Erwähnung: „Eier in den Tropen“ (2008)
Ben Stillers kultige Thrillerkomödie mit Tom Cruise in einer ironischen und urkomischen Cameo-Rolle. Der Schauspieler spielt einen fiktiven Filmproduzenten und trägt eine Menge Charakterisierung vor der Kamera. Die Figur wurde Scott Rudin nachempfunden.