

Maria Likarz
Maria Likarz, eine Designerin und Grafikerin, wurde am 28. März 1893 in Przemyśl geboren und war bei der Wiener Werkstätte beschäftigt. Sie verstarb am 10. November 1971 in Rom.
Zwischen 1908 und 1914 studierte sie an der Kunstgewerbeschule für Damen und Mädchen in Wien, bevor sie an die Wiener Kunstgewerbeschule ging, um bei Josef Hoffmann und Anton Kenner Kunst zu studieren. Anschließend unterrichtete sie von 1916 bis 1920 an der Kunstgewerbeschule in Halle, wo sie als erste Frau eine Emailwerkstatt aufbaute. Von 1912 bis 1914 und 1920 bis 1931 arbeitete sie als Grafikerin in der Wiener Werkstätte und entwarf Postkarten, Anzeigen, Plakate, Exlibris, Geschenkpapier, Büropapier, Marmorpapier, Keramik und Emaille sowie Modeaccessoires und Karten mit Jugendstilvorschlägen für die Damenmode.
Ihre Werke wurden auf zahlreichen Ausstellungen gezeigt, darunter die Modeausstellung 1915, die Kunstausstellung 1920, die Deutsche Messe in München 1922, die Ausstellung moderner österreichischer Kunsthandwerke 1923, die Ausstellung christlicher Kunst 1925/1926, die Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes im Grand Palais in Paris 1925, Den Haag 1927/1928, die Werkbundausstellung 1930 und die Exposition de la Société des Artistes Décorateurs im Grand Palais in Paris 1930.
Außerdem entwirft sie 1918 Bühnendekorationen für das Stadttheater Halle und 1928 Wandmalereien für die Firma Bernhard Altmann in Wien sowie 1922 Basreliefs für Oskar Strnad auf der Deutschen Messe München. Nach 1931 arbeitete sie selbständig in Wien, bevor sie 1938 mit ihrem Mann Richard Strauss auf die kroatische Insel Korčula und schließlich nach Rom emigrierte, wo sie hauptsächlich als Keramikerin tätig war.