

Christina Hendricks gilt weithin nicht nur als hervorragende Schauspielerin, sondern auch als Sexsymbol. Sie hat ihr Talent vor allem durch ihre sorgfältig ausgewählten Fernsehrollen unter Beweis gestellt. Als Sexbombe wird sie für ihre „Sanduhr“-Figur gelobt, die an die Tage solcher Hollywood-Ikonen des goldenen Zeitalters wie Jane Russell und Veronica Lake erinnert. Hendricks wird vor allem mit den Fernsehserien „Mad Men“ und „Good Girls“ in Verbindung gebracht. Welche anderen Rollen werden als ihre besten angesehen?
„Mad Men“ (2007-2015)
Die Kultserie von AMC über das Schicksal von Don Draper(Jon Hamm), dem Kreativdirektor einer New Yorker Werbeagentur, der alles tut, um weiter aufzusteigen. Christina Hendricks spielt Joan Harris, eine Büroleiterin in der Agentur Sterling Cooper. Die Darbietung wurde von der Kritik gelobt und brachte der Schauspielerin die besten Kritiken ihrer Karriere und mehrere renommierte Auszeichnungen ein. Tatsächlich wurde Hendricks für ihre Darstellung der Harris sechs Mal für einen Emmy Award nominiert (durchgehend von 2010 bis 2015) und gewann zwei Screen Actors Guild Awards.
Der Sexappeal der Schauspielerin, der direkt von den Fernsehbildschirmen ausgehen sollte, wurde ebenfalls anerkannt. Das Magazin Esquire bezeichnete Hendricks für die Rolle als „die sexieste Frau der Welt“; auch in einer Umfrage zur „bestaussehenden Frau Amerikas“ landete sie auf Platz eins. Jahre später gab die Darstellerin selbst zu, dass künstlerischer Erfolg nicht gleichbedeutend mit Kommentaren über ihren Körper war: „Bei der Arbeit am Set der Show habe ich mein Bestes gegeben. Danach haben alle nur noch kommentiert, in welcher Form ich war.“
„Good Girls“ (2018-2021)
Christina Hendricks‘ zweitgrößte Rolle bis heute. In der tragikomischen Serie „Good Girls“ ist die heute 47-Jährige als Elizabeth Boland zu sehen, eine Vorstadtmutter und Ehefrau, die einen falschen Schritt macht, der viele weitere nach sich zieht. Die TV-Produktion über drei verzweifelte Hausfrauen, die auf die schiefe Bahn geraten, erinnert an eine Kreuzung aus ‚Ready for Anything‘ und der Kultserie ‚Breaking Bad‘. Und das im besten Sinne des Wortes.
Hendricks ersetzte Kathleen Rose Perkins in der Hauptrolle und bewies, dass sie die beste Besetzung für diese Rolle ist. Die Serie erhielt positive Kritiken und wurde mit einem ReFrame Stamp Award ausgezeichnet, und Hendricks wurde für ihre Hauptrolle als Boland für eine Satellite-Statuette nominiert. Sie spielte die Hauptrolle in vier Staffeln und fünfzig Episoden dieser spannenden Geschichte.
„Drive“ (2011)
Ein Thrillerdrama unter der Regie des gefeierten dänischen Filmemachers Nicolas Winding Refn, in dem Hendricks eine der weiblichen Hauptrollen spielte. Sie spielte Blanche, die in kriminelle Geschäfte verwickelt wird (wie in Good Girls). Ursprünglich sollte die Rolle von einer Pornodarstellerin gespielt werden, aber Refns Frau schlug ihm vor, dass Hendricks die Rolle spielen sollte. Der Regisseur gab zu, dass es ein Hit war.
Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken und wurde für vier BAFTA-Statuetten nominiert. Hendricks wird auf der Leinwand von Ryan Gosling und Albert Brooks begleitet. Nach ihrer Rolle in Drive spielte die Schauspielerin in Refns nächstem Projekt, dem psychologischen Horrorfilm Neon Demon, die Rolle der Roberta Hoffman, der Inhaberin einer Modeagentur. Auch dieser Film ist sehenswert!
„Lost River“ (2014)
„Lost River“ gab Christina Hendricks eine weitere Gelegenheit, mit Ryan Gosling zu arbeiten. Diesmal stand er nicht als Partner vor der Kamera, sondern als Regisseur und Autor des Werks. Es handelt sich um einen Fantasy-Film, der in Detroit spielt; Hendricks spielt eine Hauptrolle. Sie ist eine alleinerziehende Mutter, die in einen Abgrund gestürzt ist, aus dem es nur einen Ausweg gibt: eine Unterwasserstadt.
Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes konkurrierte Lost River um zwei Statuetten: die Camera d’Or und den Preis in der Sektion Un Certain Regard.
„Strangers: Sacrifice“ (2018)
Ein schauriger Slasher mit Christina Hendricks in einer Nebenrolle als Mutter der Hauptfigur (Bailee Madison). „Strangers“ aus dem Jahr 2008 kam beim Publikum gut an – eine Fortsetzung war also nur eine Frage der Zeit. Auch die Fortsetzung schafft es, dem Publikum einen gehörigen Schrecken einzujagen und hat weitere Stärken zu bieten, darunter eine Kinoästhetik der Achtzigerjahre, rasante Action und eine komprimierte Laufzeit, die keinen Moment Langeweile aufkommen lässt.
Hendricks hat für ihre Rolle in Strangers: the Sacrifice begeisterte Kritiken erhalten, die unter anderem in Benjamin Lees Rezension für The Guardian gelobt wurden. Der Horrorfilm selbst wird demnächst neu aufgelegt.
Ehrenvolle Erwähnung: „Neon Demon“ (2016), „Ginger and Rosa“ (2012)